Naturheilkunde
Schröpfen
Schröpfen, ein seit der Antike benutztes Verfahren, ist eine hautreizende Therapieform, die das Ziel verfolgt, Blockaden aufzulösen und den Energiefluss des Körpers anzuregen. Es erfolgt hauptsächlich am Rücken, da hier die Reflexzonen liegen, die mit einzelnen Organen im Körper in Verbindung stehen.
Es gibt verschiedene Arten des Schröpfens. Auf dem Rücken des Patienten werden Schröpfgläser oder Schröpfköpfe an den Reflexzonen angebracht. Dadurch wird ein Unterdruck auf der Haut erzeugt und die Funktion spezifischer Organe und Körpersysteme wieder durch Steigerung der Selbstheilungskräfte vermehrt angeregt.
Durch die Schröpftherapie kann ein lokaler Schmerz- und Verspannungszustand gebessert werden. Es wird heutzutage bei verschiedenen Erkrankungen angewandt, wie z.B. Migräne, Mandelentzündungen, Rheuma, Lungenkrankheiten, Rückenverspannungen, Bandscheibenprobleme, Hexenschuss, Nierenschwäche oder Bluthochdruck.
Eigenbluttherapie
Die Eigenbluttherapie ist eine naturheilkundliche Behandlungsmethode mit langer Tradition. Bei dieser Reiztherapie wird das frisch aus der Armvene entnommene Blut des Patienten direkt oder aufbereitet in die Muskulatur oder Haut zurückgespritzt. Dies soll eine Umstimmungsreaktion in Gang setzen und die körpereigenen Abwehrkräfte anregen. Das Immunsystem sieht den künstlichen Bluterguss als Fremdkörper an und mobilisiert die Abwehr.
Zahlreiche Untersuchungen haben die Wirkung dieser Therapie bei den verschiedensten Krankheiten belegt. Mögliche Indikationen sind z. B. Allergien, Infektionen, rheumatische Erkrankungen, Schlafstörungen, Hauterkrankungen und Erschöpfungszustände. Wir bieten die Eigenbluttherapie in unserer Praxis an. Nach einer Beratung und Untersuchung erfolgen in der Regel 10 Injektionen von Eigenblut. Das Blut kann je nach Krankheitsbild ohne Aufarbeitung zurückgegeben oder mit naturheilkundlichen Zusätzen versehen werden.
Die privaten Versicherungen, aber auch einige gesetzlichen Krankenkassen übernehmen diese etablierte, naturheilkundliche Leistung.
Neutraltherapie
Die Neuraltherapie nach Huneke ist als Diagnose- und Therapieverfahren seit Jahrzehnten weltweit etabliert. Sie kann zur Behandlung von Schmerzzuständen am Bewegungsapparat eingesetzt werden, wie z. B. Rückenschmerzen, Gelenkbeschwerden sowie Kopf- und Nackenschmerzen. Dabei kann sie in der Lage sein, den Schmerzzyklus zu durchbrechen.
Bei dem naturheilkundlichen Therapieverfahren wird das betroffene Körpersegment gezielt lokal betäubt, um das vegetative Nervensystem zu beeinflussen und dadurch Störungen zu beheben. Der Reiz kann zur Unterbrechung der krankhaften Belastungsform führen (Reiz-Reaktions-Prinzip). Es kann zu Sofortlinderungen im erkrankten Körperbereich kommen (sogenanntes „Sekunden-Phänomen“). Die Lokalanästhetika mit durchblutungsfördernden Eigenschaften (z. B. Procain, Lidocain) wirken örtlich und haben in der Regel keine systemischen Nebenwirkungen.
Man unterscheidet drei Säulen der Neuraltherapie:
- Lokale Therapie (direkte Infiltration in schmerzhafte Strukturen)
- Segmenttherapie (Einbringen im Bereich der Beschwerden unter Berücksichtigung von Reflexwegen)
- Störfeldtherapie (systematische Behandlung der Störfelder, die Beschwerden in anderen Bereichen verursachen)
